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Befund EKG

Autor
Datum
Reb28
10.04.2022, 13:33 Uhr

Guten Tag,
leider ist die Auswertung meines LZ EKGs erst in 2 Wochen mit meinem HA.
Ich habe etwas Angst das der Befund etwas schlimmes ist. Dort stand etwas von Schmalkomplextachykardie mit einer Frequenz von 151. Ich leide schon länger an Tachykardien, hatte 2000 eine total OP der Schilddrüse. Medikamente sind L Thyroxin 125 zur Zeit, also gut eingestellt. Betablocker immer wieder abgesetzt, da diese meinen Blutdruck zu weit nach unten drücken. Bisher wurde mir gesagt es würde alles von der Psyche kommen, leider kann ich dies nicht recht glauben. Da meine Beschwerden immer mehr werden. Gefühl von Aussetzern, Schwindel, Schwitzen etc.
SVES 7,Fehl. QRS 12 längste 1,2 s. Tachykard. 142 Max.HF 150 VES 246
HF Max. 151,mittel 90 minimal 62
Durchweg tachykarder Sinusryhtmus besonders morgens auch Schmalkomplextachykardie bis 151 bei der nicht sicher zwischen Sinusrhytmus oder supraventrikulärer Tachykardie entschieden werden kann. Geringe nächtlicher Frequenzabsenkung, keine signifikanten Pauen. Keine relevante supraventrikuläre Extrasystolie. Einige, meist polytrope VES (246 total).Vielleicht können Sie mir den Befund etwas erörtern.

Dr. med. Karl-Friedrich Schmitz
12.04.2022, 18:36 Uhr

Sehr geehrte Nutzerin/sehr geehrter Nutzer dieses Forums
zunächst vielen Dank für Ihre Frage. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass derjenige, der ein Langzeit-EKG anfertigt, Ihnen auch den Befund erklären sollte. Insofern bin ich nie glücklich, wenn ein solcher Befund Ihnen übergeben wird, ohne eine entsprechende Erklärung mitzuliefern. Wenn ich Ihre mitgeteilten Befunde richtig interpretiere, müssen Sie sich zunächst einmal keine größeren Sorgen machen. Sie können die Erklärung des Langzeit-EKGs durch den behandelnden Arzt/die behandelnde Ärztin also durchaus in Ruhe abwarten. Ein Langzeit-EKG alleine ist sicherlich nicht alleine relevant, man muss auch die übrigen kardialen Untersuchungsbefunde wie zum Beispiel ein Belastungs-EKG oder vielleicht auch ein Ultraschall des Herzens mit einbeziehen, um zu einer vernünftigen Diagnose zu kommen.
In der Hoffnung, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben
mit freundlichem Gruß
Karl Friedrich Schmitz

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