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Brustziehen, ab und zu stechen in der Brust

Autor
Datum
Tiffany_Weh
10.08.2019, 17:48 Uhr

Hallo liebe Experten,

 

gleich vorweg muss ich ehrlich gestehen, dass ich sehr auf meinen Körper höre und schon eher in Richtung angstpatient gehe. Es gibt Zeiten, da ist gar nichts und Zeiten wie jetzt in denen ich dann doch eher zu sehr in mich reinhören und nervös bin.

 

Bevor ich zu meinem Problem komme, ein paar Eckdaten zu mir. Ich bin 35 Jahre, weiblich, Nichtraucher, selten Alkohol, 1,60cm und 48kg keine Vorerkrankungen (außer eines carcinoma in situ am Gebärmutterhals). Bewegung fehlt mir leider, will ich aber unbedingt angehen. Meine Tätigkeit ist hauptsächlich sitzend.

 

Zu meinen Beschwerden:

 

Vergangenen Sonntag Abend habe ich Schmerzen auf meiner linken Brustweite gehabt. Es war ein ziehen und stechen. Das ist irgendwann nachts in den linken Arm gewandert und da war an Schlaf nicht mehr zu denken, zumal ich mich selbst in Panik versetzt habe. Ich bin gleich morgens zu meinem Hausarzt, dieser hat ein EKG in Ruhe soweit eine Blutuntersuchung mit herzenzymen gemacht. EKG war unauffällig (eine kleine Stelle wohl anders, meine Ärztin meinte aber es wäre nichts beunruhigendes), Troponin negativ und alle anderen werte auch gut. Ich sollte dann nochmals anrufen wegen den schildrüsenwerten. Am nächsten Tag dann die Info, dass diese auch ok sind. Montags abends hätte ich dann eher im Liegen ein brennen hinter dem Brustbein, Mittwoch ging es mir besser und Donnerstag auch nur Bauchschmerzen und Brennen. Freitags bin ich nochmals zum Hausarzt zwecks abklärung und meine Ärztin meinte, dass sie das Herz eher ausschließt und in Richtung Magen oder eben etwas muskuläres tippt. Hat mir MCP Tropfen verschrieben und wenn es nicht besser wird soll ich nochmal kommen. Ich habe immer noch dieses ziehen und brennen in der Brust, im Liegen auch schmerzen an der linken Seite (manchmal auch bei Druck). Konnte das EKG und die herzenzyme sicher einen Infarkt ausschließen? Das ist meine größte Angst.

 

Ich hatte im Januar bereits ähnliche oder gleiche Beschwerden, das EkG im Krankenhaus war unauffällig und das am nächsten Tag bei einem Arzt ebenfalls. Er sagte damals es wäre eine intercostalneuralgie und die Beschwerden waren nach zwei Wochen ganz weg.

 

Vor ein paar Jahren wurde ebenfalls ein EKG, Belastungs-EKG gemacht. Alles unauffällig. Damals wurde bei einer Magenspiegelung eine chronische Magenschleimhaut diagnostiziert. Habe auch Probleme mit Sodbrennen. Ebenfalls ein HWS-Syndrom und skoliose.

 

Sollte ich zusätzlich doch noch zu einem Kardiologen?

Prof. Dr. med. Thomas Klingenheben
11.08.2019, 17:03 Uhr

Hallo,

da Sie eine exterm niedrige Vortest-Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt zu haben scheinen, und im Januar die gleichen Beschwerden auf eine Intercostalneuralgie zurückzuführen waren, ist dies auch jetzt wohl die wahrscheinlichste Ursache. Von einer erneuten kardiologischen Vorstellung würde ich hier keinen Zusatznutzen erwarten.

Wenn MCP nicht hilft, mal Ibuprofen versuchen.

 

Ihr Hauptproblem scheint mir der Bewegungsmangel zu sein, der bei sowieso schon vorbestehender HWS-Syndrom u. Skoliose auch in Zukunft ganz sicher immer wieder zu Beschwerden führen wird, wenn Sie da nichts dran ändern.

 

Insofern empfehle ich dringend eine Kombi aus Physiotherapie u. Bewegsungstraining unter hochprofessioneller Anleitung.

 

mFg

T. Klingenheben

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