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Diastolische Funktionsstörung - Was bedeutet das?

Autor
Datum
katla
04.02.2021, 19:37 Uhr

Nach einer Herzrhytmusstörung (wahrscheinlich AVNRT) stand im Arztbrief nach einer Echokardiographie u.a.: regelrechte LV-Ruhepumpfunktion (EF 57%) und diastolische Funktionsstörung (E/A 0,6). Klinisch keine Hinweise für kardiale Insuffizienz.

Da der Kardiologe dies im Gespräch nicht erwähnt hatte, bemühte ich google und landete bei diastolischer Herzinsuffizienz, was mich sehr beunruhigt hat. Ich (w, 49 Jahre alt) weiß seit ca. drei Jahren, dass ich hohen Blutdruck habe (ist seitdem allerdings gut eingestellt). Hinzu kommen ein BMI von aktuell leider 30, an dem ich arbeite und eine genetische Prädisposition in Sachen Herz-Kreislauf-Problematik. Ich bewege mich sehr viel und betreibe regelmässig mehrmals die Woche Ausdauersport.

Regeneriert sich die diastolische Funktionsstörung mittels Gewichtsreduktion, Sport und guter Einstellung des Blutdrucks oder bin ich auf direktem Weg in die Herzinsuffizienz? Was kann ich ausser gesundheitsbewussten Maßnahmen unternehmen?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Dr. med. Heribert Brück
06.02.2021, 17:47 Uhr

Sehr geehrte Frau Katla,

eine diastolische Dysfunktion in der Echokardiographie ist weiterverbreitet, insbesondere bei einem Bluthochdruck, sie muss von der diastoischen Herzinsuffizienz unterschieden werden.
Durch die von Ihnen schon genannten Massnahmen (Gewichtsreduktion, Sport und gute Einstellung des Blutdrucks) ist die diastolische Dysfunktion auch wieder reversibel.

Herzliche Grüße
Dr. Heribert Brück

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