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Ergänzung zu meiner Frage, zum HFmrEF-Typ.

Autor
Datum
Karl56
08.07.2022, 14:21 Uhr

Hallo,

eine Ergänzung zu meiner von vorhin gestellten Frage, da die Kapazität nicht ausgereicht hat, kommt hier die Ergänzung.

Eindeutige Narbenareale kommen nicht zur Darstellung.
Die linksventrikuläre Pumpfunktion ist nach Belastung nicht eingeschränkt und in Ruhe gering erniedrigt.

Also wie kann das kommen, das es unter Belastung nicht eingeschränkt ist und in Ruhe eine HfmrEF-Typfunktion kommt.
Kann mir das vorstellen, wenn was nicht richtig durchblutet wäre, sprich Engstelle, müsste man das ja bei Belastung sehen bzw. merken. Aber das dann bei Ruhe, das ist etwas komisch. Das möchte ich gerne mal erklärt wissen.

Darum frage ich ja hier beim Expertenrat nach, das mir das einmal jemand erklärt. Meine Hausärztin brauche ich deswegen nicht konsultieren, die sagt nur das ist nicht „mein Fachgebiet". Bei der Ärztin die die Echokardiografie durchgeführt hat, habe ich erst wieder in 8 Wochen einen Termin.
Darum wäre es schön, wenn mir hier das einer erklären könnte, von den Experten.

Gruß Karl

Dr. med. Heribert Brück
08.07.2022, 18:13 Uhr

Sehr geehrter Karl56,

wie ich bereits in meiner ersten Antwort vom 25.06. geschrieben habe, ist die isolierte Betrachtung einer Myokardszintigraphie nicht zielführend und wie Ihre offensichtliche Verunsicherung zeigt, auch nicht im Sinne des Patienten.

In der heutigen Frage scheinen Sie aber jetzt auch den echokardiographischen Befund allerdings mit der Beurteilung der Szintigraphie zu präsentieren.

Die EF ist in der Echokardiographie zuverlässiger zu ermitteln und mit 50% grenzwertig und auch in der Szintigraphie ist sie allenfalls grenzwertig (Normgrenze für Männer 43%). Da echokardiographisch auch eine diastolische Dysfunktion beschrieben ist, lässt sich der Befund durch den Blutdruck erklären. Dass die EF unter der Belastung ansteigt ist erwünscht und deshalb positiv zu bewerten

Wie ich ebenfalls schon geschrieben habe, hängt das weitere Vorgehen ganz entscheidend davon ab, warum diese Untersuchung durchgeführt wurde. Das müssen Sie mit Ihren behandelnden Ärzten besprechen.

Für mich scheint nach dem echokardiographischen Befund Ihr hauptsächliches Problem neben der Ischämie (wenn die Ihnen überhaupt Beschwerden bereitet) der Blutdruck zu sein, dessen Behandlung im Vordergrund steht.

Herzliche Grüße
Dr. Heribert Brück

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