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Extrasystolen

Autor
Datum
Dieter
16.05.2021, 12:15 Uhr

Guten Tag liebes Ärzteteam!
ich schlage mich mit diesen für mich immer wieder angsteinflößenden Extrasystolen schon seit meiner Jugend herum. Inzwischen bin ich trotz mehr oder weniger stark auftretenden Extrasystolen 80 Jahre alt geworden, und ich lebe noch!! Dies ist vielleicht auch ein wichtiger
Hinweis für alle Extrasystolen-Geängstigten!!??
In letzter Zeit ist es mal wieder so weit:
Ich habe immer wieder diese verd. Herzrhythmusstörungen.
In jüngster Zeit EKG, Langzeit-EKG, Herzultraschall usw.
alles negativ. Obwohl ich manchmal selbst für mich öfter ca. 2-3000 ES hochrechne. Wie immer, beim Arzt zeigen sich diese "Dinger" meistens nicht, oder eben nur in geringer Anzahl. Bei der letzten kardiologischen Untersuchung vor 3 Monaten war wieder mal alles o.k. Die Pumpleistung des Herzens betrug 70 %.
Beim Langzeit EKG fiel mir auf (insgesamt ca.700 Extrasystolen), daß die Anzahl der SVES höher als die der VES waren. Kommentar des Kardiologen: Keine Intervention nötig.
Meine Frage Wieviel ES sind noch tolerabel?
Auffällig ist auch, daß ich im Stehen und Laufen viel weniger ES habe, als beim Sitzen und Liegen.
Ich leide auch nicht an Atemnot, Schwindel oder Schmerzen. Ist das alles noch normal?
Welchen Tip können Sie mir noch geben?
Frdl. Grüße! Dieter

Dr. med. Karl-Friedrich Schmitz
17.05.2021, 08:38 Uhr

Sehr geehrter Herr Dieter,

zunächst vielen Dank für Ihre Anfrage. Tatsächlich gibt es keine wirkliche Obergrenze für Herzrhythmusstörungen, die einen harmlosen von einem gefährlicheren Verlauf unterscheiden würden.

Grundsätzlich ist es so, dass supraventrikuläre Extrasystolen als eher harmloser im Vergleich zu ventrikulären Extrasystolen angesehen wird. Viel wichtiger ist aber, dass bei Herzrhythmusstörungen nach einer Grunderkrankung des Herzens gesucht wird. Wenn diese, wie offensichtlich bei Ihnen, nicht gefunden wird, sind die Herzrhythmusstörungen eher als harmlos einzustufen, insbesondere auch wenn sie eher in Ruhe und weniger bei Belastung auftreten.

Insofern würde ich die Herzrhythmusstörungen als Anlass nehmen, immer mal wieder das Herz untersuchen zu lassen, sie würden aber keinen Grund darstellen, sich Sorgen zu machen.

In der Hoffnung, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben

Mit freundlichem Gruß

Karl Friedrich Schmitz

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