Schnuffel85
11.05.2025, 18:44 Uhr

Guten Tag , ich habe seit Februar mit Extrasystolen zu tun. Sie fingen wie aus dem nichts an. Hatte nie damit zu tun. Konnte sie gut mit der Apple Watch aufzeichnen. Manchmal in 30 sek 2 Stück auch mal 5 Stück, dass ist eher selten , aber kommt auch mal vor. Langzeit ekg erfolgte auch im Februar. Dort waren es VES 25. hatte dann paar Tage mal Ruhe und dann fing es wieder an - bis jetzt kein Tag mehr ohne die Extrasystolen..häufiger - mal mehr Hintereinander. Sie sind schon manchmal störend - überwiegend alles in Ruhe. Bekam jetzt wieder ein lang Zeit ekg , dass Ergebnis bekomme ich morgen. Herzultraschall wurde vor einer Woche auch nochmal gemacht - alles in Ordnung- keine Herzerkrankung . Man weiß nicht wirklich woher es kommt. Nur ich habe es täglich , viele.. bei mir stehen Reisen an - habe Angst das ein kammerflimmern entsteht oder es was gefährliches ist oder wird. Die Angst oder Panik die dann manchmal kommt ist das schlimmste. Der Kopf spielt auch eine entscheidende Rolle!! Weil es etwas ist was man so nicht kennt. Über den Betablocker oder ablation wird entschieden was jetzt raus kommt. Anfang Juni bekomme ich noch ein Stress Echo gemacht. Laut Kardiologe bin ich herzgesund. Was ich schildere ist das gefährlich? Wann kommt eine ablation in Frage? Betablocker würde ich ungerne erstmal nehmen.
Nehme aktuell tromcardin Complex ein. Da möchte ich mal gerne wissen - wie das mit dem Kalium ist ? Das kann doch auch gefährlich werden , wenn ich überdosiere. Danke :) Lg

Expert:in Dr. med. Karl-Friedrich Schmitz
12.05.2025, 15:18 Uhr

Sehr geehrte Nutzerin/sehr geehrter Nutzer dieses Forums
zunächst vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir ich Ihren Ausführungen entnehmen kann, besteht bei Ihnen keine grundsätzliche Erkrankung des Herzens, die Herzmuskelfunktion ist gut, ein Herzklappenfehler liegt nicht vor und offensichtlich auch keine entzündliche Veränderung des Herzens. Insofern sind Herzrhythmusstörungen bei Ihnen eher als harmlos einzustufen. Trotzdem sollte differenziert werden, ob es sich um Vorhofextrasystolen, um Kammerextrasystolen oder im Zweifelsfall auch um Vorhofflimmern handelt. Dies sollten Sie mit den behandelnden Ärzten besprechen, insbesondere nach dem noch ausstehenden Langzeit-EKG. Hiervon hängt dann auch die Wahl der Therapie ab. Eine Ablationsbehandlung käme nur bei Vorhofflimmern oder auch bei einer sehr hohen Anzahl von Extrasystolen in Verbindung mit einer erheblichen Symptomatik in Betracht. Die Substitution mit Kalium oder Magnesium ist (sofern keine zu großen Einnahmemengen gewählt werden) solange harmlos, solange die Nierenfunktion in Ordnung ist. Auch dies sollten Sie bitte mit ihren behandelnden Ärzten besprechen.

In der Hoffnung, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben

mit freundlichem Gruß
Karl Friedrich Schmitz

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