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Herzaussetzer

Autor
Datum
vc1978
20.12.2017, 19:21 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich, männlich, 39, 183cm groß und 118 kg schwer habe seit Ende der Sommerferien (Anfang August 2017) vermehrt mit Herzaussetzern zu tun. Gleichzeitig bzw. ca. 2 Wochen vorher begannen Magen-Darm Beschwerden, die aber mittlerweile so gut wie weg sind.
Beim Internisten wurde ein Blutbild gemacht, leicht erhöhte CRP (Arzt sagt vom Rauchen) und Blutzucker 114! Daraufhin Langzeit-Zuckerwert bestimmt. Dieser war auch oberhalb grenzwertig also beim nächsten Besuch Toleranztest: nüchtern Blutzucker 84, Lösung getrunken und nach 1 und 2 Stunden Zucker gemessen.
Ergebnis: kein Hinweis auf Diabetes bzw. beginnende Diabetes.
Die Herzaussetzer werden so wie ich finde mehr. Heute sind sie extrem.
Ich merke diese Aussetzer fast ausschließlich im Hals (tief drin) Inf. wenn ich meinen Puls messe (Handgelenk) und ein Aussetzer kommt, ist der Puls kurz weg.
Am 11.12.17 war es auch vermehrt und so bin ich in die Kardiologische Sprechstunde hier im Kardiocentrum Frankfurt gefahren.
Dort wurden ein Herzecho, ein EKG und ein Belastungs- EKG gemacht.
Alles in Ordnung.
Um Schluss wurde mir gesagt, ich solle wenn’s geht mit dem Rauchen aufhören und die Schilddrüse untersuchen lassen. Außerdem wurde mir ein Betablocker verschrieben wovon ich eine halbe Tablette (2,5mg) nehmen soll.
Habe ich aber bisher noch nicht.

Meine Frage:
Was kann es mit diesen Aussetzern auf sich haben? Es fällt mir schwer zu glauben, dass alles ok ist. Hätte man das bei den o.g. Untersuchungen sehen können/müssen, wenn was wäre?
Was kann ich noch tun?

Vielen Dank im Voraus
V.

Dr. med. Karl-Friedrich Schmitz
21.12.2017, 15:22 Uhr

Sehr geehrter V,

Vielen Dank für die Frage. Tatsächlich kann es sein, dass ein strukturell gesundes Herz Arrhythmien zeigt. Diese sind dann aber meist harmlos und nicht bedrohlich. Als Betroffener kann man natürlich nicht unterscheiden, ob Herzaussetzer gefährlich sind oder nicht, man erlebt sie als potentiell angstmachend. In Ihrem Falle wäre ich tatsächlich bei den unauffällig durchgeführten Untersuchungen erst einmal nicht in Sorge, würde aber ggfs. noch ein Langzeit-EKG empfehlen und zudem grundsätzlich anraten, den latenten Diabetes konsequent, vor allem durch Gewichtsreduktion und körperliche Ausdauerbelastungen, anzugehen.

Viele Grüße und ruhige Weihnachtstage
K.F. Schmitz

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