Herzrythmusstörungen
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe eine Frage. Ich leide seit 3 Jahren unter ves. Ca maximal 3000 am Tag. Ab und an auch eine Salve. Ich habe letztes Jahr etliche Untersuchungen durchgeführt. Echo, EKG, Belastungs ekg, herzkatheter Untersuchung, MRT mit Kontrastmittel. Alles ohne Befund.
Bei mir hat sich dadurch eine richtige Herzneurose entwickelt, weil ich jeden Schlag und jede Salve merke. Bin eh psychisch vorbelastet. Das kommt noch dazu. Jetzt zu meiner Frage. Mittlerweile ist es so, das ich seit ca. 2-3 Monaten kaum noch normale ves habe, im schlimmsten Fall mal 50 am Tag. Das ist sehr erfreulich. Leider ist es aber so, das ich stattdessen mehr ventrikuläre Salven habe. Die habe ich immer mal wieder gehabt, diese nehmen aber zu. 3-4 mal die Woche immer so zwischen 3-11 Schlägen. Und die machen mir Angst. Weil ich nicht weiß warum die mehr werden und die normalen ves weniger. Ich habe währenddessen keine Symptome. Ich kann die auch mit einer hastigen Bewegung oder Husten stoppen. Muss ich mir sorgen?
Damals wurde eine 7- Salve aufgenommen, deswegen die drastischen Untersuchungen. Die sind jetzt ein Jahr her. Soll ich irgendwas machen? Mich beunruhigt das schon. Wie gesagt so 2 manchmal 4 mal die Woche habe ich die. Wird halt mehr. Und ich lebe dadurch in Angst. Therapie habe ich aber schon gemacht. Und durch betablocker bekomme ich mehr ves.
Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.
Dr. med. Heribert Brück
Sehr geehrter Boris1985,
wenn alle aufgeführten Untersuchungen normal waren, gibt es prinzipiell keinen Grund, sich Sorgen zu machen.
Ich frage mich aber, ob die "Salven", die Sie feststellen tatsächlich ventrikuläre Salven sind, Ober ob es nicht eher supraventrikuläre Salven sind, wofür auch sprechen würde, dass Sie die selbst stoppen können. Doch gleich welche Salven es sind, wenn Sie dabei keine Beschwerden haben und sich seit den Untersuchungen bei Ihnen nichts geändert hat (zwischenzeitlich z.B. keinen größeren Infekt gehabt), gibt es keinen Grund zur Sorge.
Herzliche Grüße
Dr. Heribert Brück