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Herzstolpern und Magendruck

Autor
Datum
Louisa90
05.09.2018, 14:14 Uhr

Hallo liebes Ärzteteam,
ich bin Louisa 28 Jahre. Von Statur her eher zierlich und sportlich.
Hin und wieder leide ich unter Herzstolpern was ab und an mal Auftritt. Zurzeit häufiger. Ich habe momentan aktuell mit der Magensäure Probleme und immer wieder einen Druck im Magen, wenn ich diesen Druck im Magen habe muss ich vermehrt Aufstoßen und habe dieses Stolpern.
Ich bin seit knapp 5 Jahren Jährlich zum Routine check beim Kardiologen da bei einer Erkältung damals ein "systolisches Herzgeräusch" festgestellt wurde. Hier wurde festgestellt, dass eine Mitralklappe nicht ganz schließt, aber ohne jeglichen Auffälligkeit. Herzultraschall und EKG sind unauffällig.
Da ich aber ziemlich schnell zur Ängstlichkeit neige, macht mir das momentane Herzstolpern schon ziemlich Angst. Mir wird weder Schwindelig sonst habe ich bis auf den Magen keine weiteren Symptome.
Könnten Sie mir hierzu einen Rat geben? Da ich selber merke wie ich mich von dieser Thematik wieder sehr beeinflussen lasse.
Liebe Grüße und lieben Dank
Louisa F.

Dr. med. Jürgen Fritsch
06.09.2018, 10:00 Uhr

Sehr geehrte Frau F.

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ein Zusammenhang zwischen Magenproblemen und Herzrhythmusstörungen ist durchaus möglich. Der Magen liegt ja sehr nah am Herz. Es gibt sogar einen Fachbegriff für dieses Krankheitsbild, dass Roemheldsyndrom. Da Sie ja regelmäßig vom Kardiologen gesehen werden, ist eine relevante strukturelle Herzerkrankung ja auszuschließen und die Herzrhythmusstörungen (das Herzstolpern) als unbedenklich zu werden. Auch die Undichtigkeit der Mitralklappe spielt keine relevante Bedeutung. Versuchen Sie die Beschwerden einfach zu ignorieren. Eine medikamentöse Therapie müsste bei ungefährlichen Herzrhythmusstörungen sehr gut abgewogen werden und macht eigentlich keinen Sinn. Sie können allerdings mal ein Kombinationspräparat aus Magnesium und Kalium ausprobieren. Dadurch lässt sich die Zahl der Herzrhythmusstörungen manchmal drastisch (Hälfte) reduzieren. Wenn Sie sich durch die Beschwerden psychologisch extrem stark beeinträchtigt fühlen, müssten sie dies eventuell auch verhaltenstherapeutisch bearbeiten, um nicht langfristig eine so genannte Herzneurose zu entwickeln. Versuchen Sie mehrfach in der Woche für 30-45 Minuten moderate Ausdauer Sport zu treiben. Auch dies hat einen positiven Einfluss auf das Herz.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Jürgen Fritsch

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