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Hilfe Herzerkrankung??

Autor
Datum
Tomas von H.
01.03.2020, 19:32 Uhr

ich bitte sehr um Ihre Hilfe da ich völlig fertig bin. Ich lag einige Tage im Krankenhaus und habe folgende Diagnose erhalten: Echokardiogrphisch fand sich eine erhaltene Pumpfunktion bei septumbetonter LV-Hypertrophie, kein Perikarderguss. Das NT-proBNP als sensitiver Marker einer war mit 712 pg/ml (Norm < 125) im Sinne einer unterschwellig beginnend eingeschränkten Pumpfunktion im Rahmen einer hypertensiven Herzerkrankung erhöht. Linker Ventrikel normal großer Ventrikel mit visuell guter systolischer Funktion. Keine regionalen Wandbewegungsstörungen erkennbar. Septumbetonte LV-Hypertrophie (IVSd 13 mm). Linkes Atrium geringgradig dilatiert. Rechtes Atrium normal groß, gute systolische Funktion. TAPSE mit 29 mm regelrecht. Mitralklappe Mitralklappenapparat unauffällig, regelrechte Funktion. (Minimale MI) nicht relevant. TissueDoppler: E>A bei einem E/E-Verhältnis von 9,5 septal. Ich bitte sehr um Ihre Hilfe und Aufklärung. Ich wurde aus dem Krankenhaus mit den Worten entlassen, ich wäre gesund. Jetzt lese ich den Bericht in dem eine Hypertensive Herzerkrankung mit milder proBNP-Erhöhung aufgeführt ist. Und wenn ich im Internet lese, dann ist dieser Blutwert ein sicherer Indikator für eine Herzerkrankung. Wie darf ich das deuten? Ich wäre sehr dankbar für Aufklärung.

Dr. med. Ingo Bläse
02.03.2020, 18:27 Uhr

Sehr geehrter Herr von H., natürlich kann eine hypertensive Herzerkrankung zu einem Problem werden und bei erhöhtem Druck im linken Ventrikel und linken Vorhof zu einer NT-proBNP-Erhöhung führen. Dies heißt jedoch nicht, dass Sie bereits eine relevante Herzschwäche haben oder diese unausweichlich ist. Ich gehe davon aus, dass bei Ihnen eine entsprechende Medikation zur Therapie des Bluthochdrucks begonnen wurde und empfehle eine Kontrolle des NT-proBNP-Wertes in 4-6 Wochen. Ganz besonders sollte auch das Augenmerk auf eventuelle Herzrhythnusstörungen (Vorhofflimmern) gelegt werden. Diese treten gehäuft bei einer hypertensiven Herzerkrankung auf und führen auch zu einer NT-proBNP-Erhöhung. Wenn dies bei Ihnen nicht der Fall ist - umso besser. Zusätzlich können auch andere Umstände zu einer NT-proBNP-Erhöhung führen (z.B. Alter, Nierenschwäche) Also meine Empfehlung: therapieren, kontrollieren und wachsam sein. Mit freundlichen Grüßen Dr. I. Bläse

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