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Koronare Herzerkrankung

Autor
Datum
Elfe1967
05.01.2017, 07:53 Uhr

Guten Morgen,

bei mir im September 2016 durch ein Ruhe EKG Unstimmigkeiten festgestellt und ich wurde daraufhin zum Kardiologen überwiesen; dieser stellte beim Belastungs-EKG und auch durch ein Ruhe EKG Auffälligkeiten fest. Demnach wurde eine Links-Herzkatheter Untersuchung durchgeführt, mit dem Ergebnis einer Koronarsklerose rechts.

Was sagt dieser Befund nun aus ? Ich fühle mich nicht entsprechend gut behandelt. am 28.10.2016 wurde ich wegen des Verdachts eines ACS stationär in der Kerckhoff Klinik in Bad Nauheim behandelt. Die EKG Auswertung zeigte eine konkardante T-Negativierung aVR, V2, biphasische P-Welle mit T-Negativierung V3. Was heißt das genau ? Echokardiographisch zeigte sich eine normale systolische Pumpfunktion ohne relevante Vitien, keine Wandbewegungsstörungen. Die Klinik empfahl eine Durchführung einer ambulanten Myokardszintigraphie.

Mein Hausarzt überwies mich dann wieder zum Kardiologen, weil nur dieser eine Überweisung für die Durchführung der o.g. Untersuchung vornehmen kann. Dieser weigerte sich aber, mir eine Überweisung auszustellen. Auf die Frage hin, ob denn mein EKG, was er durchführte, auffällig war; sagte er Ihre EKG´s waren noch nie in Ordnung.

Was halten Sie von der Einholung einer Zweitmeinung bei einem anderen Kardiologen ? Und reicht eine Behandlung mit ASS 100 aus ?

Freundliche Grüsse

berrisch-rahmel
08.01.2017, 18:20 Uhr

Sehr geehrte Frau Elfe,
danke für Ihre anfrage.

Ein EKG ist die Stromkurve des Herzens. Es zeigt uns nicht nur den Herzrhythmus sondern auch Rhythmusstörungen oder eine zu langsamen oder zu schnellen Herzschlag.
Gibt es hier Abweichungen von der Norm ist ein weitere kardiologische Abklärung sinnvoll, wie es bei Ihnen durchgeführt wurde.

Die Coronarangiographie hat Veränderungen an der rechten Coronararterie gezeigt. Es handelt sich um einen Arteriosklerose. Um diesen Veränderungen entgegen zu wirken, sollten die kardiovaskulären Risikofaktoren optimal eingestellt werden.Das wäre Folgendes:
- Nikotinkonsum beenden
- Gewicht normalisieren
- regelmäßige körperlich Bewegung ( Ziel 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche)
- Fettstoffwechselstörung behandeln
- Diabetes mellitus einstellen

Die Befunde am 28.10. waren wahrscheinlich mit thorakalen Schmerzen verbunden, was das ACS ( Akutes Coronarsyndrom) impliziert. Es wäre sicher beruhigend für Sie wenn die Beschwerdeursache weiter abgeklärt würde.
Die Empfehlung eine Ischämiediagnostik in Form einer Myocardszintigraphie durchzuführen sollten Sie in Ruhe mit Ihrem Hausarzt besprechen.

Regional kann die Zuständigkeit für diese Untersuchung unterschiedlich sein.
Er könnte sich dann mit Ihrem Kardiologen darüber abstimmen.

Mit den besten Wünschen
Dr Susanne Berrisch-Rahmel

berrisch-rahmel
08.01.2017, 18:20 Uhr

Sehr geehrte Frau Elfe,
danke für Ihre anfrage.
Ein EKG ist die Stromkurve des Herzens. Es zeigt uns nicht nur den Herzrhythmus sondern auch Rhythmusstörungen oder eine zu langsamen oder zu schnellen Herzschlag.
Gibt es hier Abweichungen von der Norm ist ein weitere kardiologische Abklärung sinnvoll, wie es bei Ihnen durchgeführt wurde.
Die Coronarangiographie hat Veränderungen an der rechten Coronararterie gezeigt. Es handelt sich um einen Arteriosklerose. Um diesen Veränderungen entgegen zu wirken, sollten die kardiovaskulären Risikofaktoren optimal eingestellt werden.Das wäre Folgendes:
-Nikotinkonsum beenden
-Gewicht normalisieren
-regelmäßige körperlich Bewegung ( Ziel 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche)
-Fettstoffwechselstörung behandeln
-Diabetes mellitus einstellen

Die Befunde am 28.10. waren wahrscheinlich mit thorakalen Schmerzen verbunden, was das ACS ( Akutes Coronarsyndrom) impliziert. Es wäre sicher beruhigend für Sie wenn die Beschwerdeursache weiter abgeklärt würde.

Die Empfehlung eine Ischämiediagnostik in Form einer Myocardszintigraphie durchzuführen sollten Sie in Ruhe mit Ihrem Hausarzt besprechen. Regional kann die Zuständigkeit für diese Untersuchung unterschiedlich sein.
Er könnte sich dann mit Ihrem Kardiologen darüber abstimmen.

Mit den besten Wünschen
Dr Susanne Berrisch-Rahmel

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