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ST-Senkung 1,8mm - gefährlich?

Autor
Datum
Claudi01
07.01.2021, 14:34 Uhr

Hallo,

ich habe seit 2017 immer wieder Probleme mit meiner Luft, gerade nach Belastung. Kurzzeitig auch Brustschmerzen links welche bei Ruhe wieder verschwinden. Die Luftnot habe ich allerdings noch 7 Tage nach der Belastung. Ich war nun schon dreimal beim Kardiologen. EKG-Langzeit soweit ok ausser einige ventr.Extrasystolen und auch Salven. Ich habe einen Mitralklappenprolaps (schon immer). Nach ständig hohem Puls (durchschnittlich 140) nehme ich Betablocker (Biso) aber nur ganz wenig (unter 2,5 mg). Aber ich merke die Hopser dadurch nicht mehr, was sehr angenehm ist. Nach meinem ersten Belastungs EKG wurde eine ST Senkung von 1,8mm festgestellt, aber der Doc hat dem keine Beachtung geschenkt, da ich nicht rauche. Nun habe ich aber trotzdem Bedenken, evtl. Duchblutungsstörungen zu haben. Luft wurde knapp, Schmerzen hatte ich keine, aber auch hier hatte ich wieder tagelang zu tun wegen der Luft.

Müsste man da evtl. nochmal genauer schauen?

LG Claudi (41, 52kg)

Dr. med. Karl-Friedrich Schmitz
10.01.2021, 17:14 Uhr

Sehr geehrte Claudi,
zunächst vielen Dank für Ihre Anfrage. Prinzipiell gibt es gerade bei Frauen im Belastungs-EKG häufiger Befunde mit leichten ST-Streckensenkungen, die nicht unbedingt auf eine bedeutsame Durchblutungsstörung hindeuten. Wie Sie mitteilten, sind Sie ohnehin beim Kardiologen in Mitbetreuung. Ultraschall und Langzeit-EKG haben ja dort keine bedeutsamen Befunde gezeigt, ich würde trotzdem vorschlagen, dass Sie ihm die Ergebnisse des Belastungs-EKGs (sofern dies nicht bei ihm durchgeführt wurden) einmal vorstellen und mit ihm zusammen überlegen, ob tatsächlich die Notwendigkeit besteht, hier weitere Diagnostik zu machen. Dies kann man sicherlich nur individuell und in der Gesamtschau ihrer persönlichen Befunde festlegen.
In der Hoffnung, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben

Mit freundlichem Gruß

Karl Friedrich Schmitz

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