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Starkes Herzklopfen in Ruhe, oft Rhytmusstörungen.

Autor
Datum
Augustin99
19.01.2021, 15:31 Uhr

Ich bin der Augustin und bin 22 Jahre alt. Ich habe seit geraumer Zeit starkes Herzklopfen vor allem im Bett. Auch tagsüber merke ich meinen Herzschlag sehr oft. Oft habe ich auch für kurze Zeit Rhytmusstörungen? Mein Herz schlägt dann für 1-2 Sekunden sehr unangenehm. In letzter Zeit habe ich auch manchmal sobald ich aufstehe einen hohen Puls und Luftnot. Dass ist aber eher unregelmäßig, meistens kann ich auch ganz normal Sport machen. Ich war nun bereits vor zwei Tagen bei einem Internisten, dieser hat ein Ruhe-EKG angefertigt und mein Herz mit einem Stethoskop abgehört. Seine Expertise war, das ich mir keine Sorgen machen brauche und es nichts gravierendes sei. Ich hätte lediglich eine schlechte Kondition, diese solle ich mit Sport verbessern (1,87cm/115KG). Eine Überweisung für einen Kardiologen habe ich zur Sicherheit trotzdem bekommen, der Termin ist leider erst in knapp 2 Monaten. Meine Frage ist nun ob diese Beschwerden wirklich unbedenklich sind und ich diese mit einem Gewichtsverlust aus der Welt schaffen könnte? Was kann ich gegen das Herzklopfen und dem Unwohlsein Nachts tun? Das Klopfen belastet meine Psyche sehr und ich schlafe auch nicht mehr gut. Ich nehme seit 8 Monaten 1,25mg Nebivolol und Tromcardin. Habe sogar in Träumen manchmal Herzprobleme. Vielen Dank!

Dr. med. Ingo Bläse
20.01.2021, 21:31 Uhr

Sehr geehrter Herr Augustin,
ob Ihre Beschwerden Hinweis sind für ein relevantes gesundheitliches Problem, lässt sich aus der Ferne nur anhand Ihrer Schilderung nicht beurteilen. Ich bin jedoch der Meinung, dass Sie auf dem richtigen Weg sind.

Es war sicherlich sinnvoll, zuerst den Hausarzt/Internisten zu konsultieren, damit dieser ein nicht kardiales Problem (Blutarmut, Schilddrüsenfehlfunktion, Panikattacken....) vorab ausschließt. Der Kardiologe muss dann Ihr Herz untersuchen und auch versuchen, Ihre Herzrhythmusstörungen zu dokumentieren.

Sollten dann relevante, Sie gefährdende Probleme ausgeschlossen sein, kann sicherlich eine Intensivierung der sportlichen Aktivitäten hilfreich sein. Eventuell ist dann auch wieder ein Verzicht auf eine Dauermedikation möglich.

Zusammenfassend empfehle ich zuerst eine saubere Diagnostik und dann eine zielgerichtete Therapie - ob medikamentös oder nur durch Verhaltensänderung bleibt dahingestellt.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. I. Bläse

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