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tachykarde Arrhythmie

Autor
Datum
fairport2005
02.11.2015, 17:01 Uhr

Meine Schwiegermutter ist jetzt innerhalb von 3 Wochen schon das zweite Mal im Krankenhaus auf der Kardiologie-Station. Erst haben sie die Beschwerden mit Medikamenten versucht zu behandeln, das hat nicht funktioniert, dann hat man es mit einer Kardioversion probiert, das hat auch nicht funktioniert. Heute hat man dann eine Ablation gemacht und es hat auch nicht funktioniert, jetzt versucht man es nochmals mit Medikamenten und dann evtl. noch mal eine Ablation, ich habe das Gefühl, die Ärzte sind ratlos. Ist das der richtige Weg oder ist es eine so schwierige Erkrankung, dass man erst den richtigen Weg ausprobieren muss?

Prof. Dr. med. Thomas Klingenheben
28.01.2016, 00:24 Uhr

Sorry für die so späte Meldung - vielleicht hat auch schon ein anderer Kollege geantwortet?

Bei der Schwiegermutter handelt es sich ganz offensichtlich um Vorhofflimmern, und tatsächlich gibt es für diese - sehr häufige - Herzrhythmusstörung keine "0-8-15 Behandlung". Die Ursache für die Rhythmusstörung ist vielfältig, die Dynamik völlig unterschiedlich, und der Verlauf überhaupt nicht vorhersagbar.

Daher ist die Behandlung oft für alle Beteiligten frustrierend, sozusagen "trial and error". Es gibt allerdings durchaus Fachempfehlungen, bei welchen Patienten erstmal mit Rhythmus-Medikamenten behandelt (u. evtl. kardiovertiert) werden sollen, und welche möglicherweise von vornherein von einer Ablation profitieren können. Wenn sie an einem ausgewiesenen kardiologischen Zentrum, ggf. mit Herzrhythmus-Abteilung, in Behandlung ist, sollte sie einfach den behandelnden Ärzten vertrauen, aber sich ggf. durchaus die Behandlungsschritte erklären lassen.

MfG
T. Klingenheben

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