Medikamenteneinnahme: Warum Therapietreue so wichtig ist
Leiden Sie an einer Herzkrankheit, müssen Sie in der Regel viele unterschiedliche Medikamente einnehmen. Wenn Sie dann zusätzlich noch andere Erkrankungen haben, kommen häufig noch mehr Tabletten hinzu. Das kann für Sie im ersten Moment etwas einschüchternd sein und Sie überfordern. Damit die Medikamente aber genau das tun können, weswegen sie bei Ihnen eingesetzt werden, müssen Sie darauf achten, den Anweisungen der Ärztin oder des Arztes zu folgen. Nehmen Sie Ihre Medikamente nicht so ein, wie es Ihnen verschrieben wurde, kann dies zu gesundheitlichen Problemen oder einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes führen.
Was genau bedeutet „Therapietreue“?
Von einer optimalen Therapietreue sprechen Ärzt:innen, wenn Sie all Ihre verordneten Medikamente regelmäßig und in der richtigen Dosierung einnehmen. Die regelmäßige Einnahme der Medikamente in der richtigen Dosis jeden Tag etwa zur gleichen Uhrzeit ist wichtig, damit die Arznei-mittel in Ihrem Körper ihre Wirkung entfalten und die Symptome einer bestehenden Herzkrankheit lindern können. Häufig ist die Therapietreue jedoch besonders für ältere Menschen mit chronischen Erkrankungen schwierig und sie haben Probleme mit der richtigen und regelmäßigen Medikamenteneinnahme.
Die Einnahme vieler verschiedener Medikamente überfordert Sie vielleicht
Haben Sie eine Herz-Kreislauf-Erkrankung oder andere chronischen Erkrankungen müssen Sie möglicherweise täglich fünf bis zehn verschie-dene Medikamente einnehmen. Auch müssen Sie die Arzneimittel zwar zu bestimmten, aber häufig verschiedenen Tageszeiten einnehmen. Teils vor, zum oder nach dem Essen. Das ist etwas, was Sie überfordern kann. Es sollte aber nicht dazu führen, dass wichtige Medikamente gar nicht mehr oder falsch eingenommen werden.
Therapietreue verbessern
Fehlerquellen und unnötige Wechselwirkungen bei der Medikamenteneinnahme
Orientieren Sie sich bei der Einnahme Ihrer Medikamente an der Form, Größe und Farbe? Dann geht es Ihnen wie vielen Patient:innen. Doch dies kann zu Verwechslungen oder Verwirrung führen. Gerade dann, wenn Sie beispielsweise aus Kostengründen oder wegen neuer Rabattverträge mit der Krankenkasse ein anderes Medikament verordnet bekommen. Verlassen Sie sich daher nicht einfach auf das Aussehen einer bestimmten Tablette. Schauen Sie lieber ein zweites Mal hin, wenn Sie sich unsicher sind. Um unnötige Wechselwirkungen zwischen Ihren Medikamenten zu vermeiden, sollten Sie zu jedem Arztbesuch eine Liste mit allen verordneten und selbst gekauften Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln mitbringen. Denn Ihre Kardiologin oder Ihr Kardiologe weiß beispielsweise nicht immer, welche Medikamente Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt Ihnen verschrieben hat.
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