Bluthochdruck: Ernährung bei Hypertonie

Hoher Blutdruck ist ein Risikofaktor für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen – die richtige Ernährung kann helfen, den Blutdruck zu normalisieren
Eine Skizze von zwei Händen, die das Ende eines Blutdruckmessgerätes halten, während an einem anderen Arm die Manschette befestigt ist. Der Arm mit der Manschette hält einen Apfel in seiner Hand.

Wie kommt es zu erhöhtem Blutdruck?

Ein wesentlicher Risikofaktor bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Bluthochdruck – die sogenannte Hypertonie. Von hohem Blutdruck spricht man ab einem Wert von 140/90 mmHG. Dabei ist der erste Wert der sogenannte systolische Blutdruck. Er beschreibt den Druck, der auf den Blutgefäßen lastet, wenn das Herz das Blut in die Arterien pumpt. Der zweite Wert ist der diastolische Blutdruck. Dieser Wert zeigt an, welcher Druck in der Ruhe- oder Füllungsphase des Herzens in den Gefäßen herrscht. Ist dieser Druck dauerhaft zu hoch, werden die Gefäße geschädigt. Bluthochdruck kann so die Ursache für verschiedene Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein, wie unter anderem Herzinfarkte und Herzschwäche bzw. Herzinsuffizienz. Auch wenn ein erhöhter Blutdruck eine der Hauptursachen für Herzschwäche ist, haben Patienten mit chronischer Herzschwäche häufig einen niedrigeren Blutdruck.
Doch wie kommt es überhaupt zu Bluthochdruck? Zum einen kann die Hypertonie organische Ursachen haben. Das können zum Beispiel Schädigungen der Niere sein. Doch dies ist bei den allermeisten Patienten nicht der Fall. Neben familiärer Veranlagung hat der Bluthochdruck meist Ursachen, die mit dem Lebensstil der Betroffenen zusammenhängen.
Übergewicht

Zu viel Salz in  der Nahrung

regelmäßiger Alkoholkonsum
Nikotin
Mangel an Bewegung
Regelmäßiger, belastender Stress
Leiden Sie unter Bluthochdruck und treffen einige der oben genannten Faktoren auf Sie zu? Dann haben Sie es in der Hand durch eine Änderung Ihres persönlichen Lebensstils einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des hohen Blutdrucks zu leisten. Dabei ist vor allem die Ernährung wichtig. Und damit auch die Vermeidung von Übergewicht.

Einfluss der Ernährung auf den Bluthochdruck

Ihre Ernährung ist ein wichtiger Faktor bei Bluthochdruck und auch mögliches Übergewicht spielt eine Rolle. Gehören Sie vielleicht auch zu den Menschen mit ein paar Pfund zu viel auf den Rippen? Falls Ihre Ernährung daran schuld sein könnte, dann versuchen Sie doch diese Schritt für Schritt umzustellen. Je Kilo Gewichtsverlust können Sie so Ihren Blutdruck um etwa 2 mmHG senken. Am einfachsten gelingt die Gewichtsreduktion durch eine angepasste Energiezufuhr. Außerdem ist eine fettarme Ernährung hilfreich. Ersetzen Sie dazu tierische Fette weitestgehend durch hochwertige Pflanzenfette. Was zusätzlich helfen kann den Blutdruck zu senken: einfache Kohlehydrate wie Weißmehl, Nudeln und süße Speisen reduzieren. Stattdessen sollten Sie Vollkornprodukte in Ihren Speiseplan integrieren. Diese beeinflussen Ihren Blutzuckerspiegel weniger stark und helfen so beim Abnehmen.

Die Bluthochdruck-Ernährung ist salzarm und kaliumreich

Nehmen wir zu viel Salz zu uns, treibt das den Blutdruck in die Höhe. Daher sollten Sie kochsalzreiche Nahrungsmittel meiden und entsprechend die Salzzufuhr reduzieren. Das gelingt, indem Sie beim Kochen auf Salz, Gewürzsalz und salzreiche Gewürzmischungen so gut es geht verzichten. Verwenden Sie stattdessen doch lieber frische Kräuter und schmackhafte Gewürze. Ihr Geschmackssinn wird sich schnell an die Veränderung gewöhnen. Meist geschieht dies nach etwa zwei Wochen.

Um zusätzlich die Salzausfuhr aus dem Körper zu verbessern, hilft es, Ihre Nahrung gleichzeitig möglichst Kaliumreich zu gestalten. Denn Kalium ist der Gegenspieler von Natrium, einem Hauptbestandteil von Kochsalz. Doch keine Sorge: natürlich ist auch Natrium wichtig für unseren Körper, aber unsere tägliche Zufuhr übersteigt üblicherweise unseren Bedarf.

Kochsalzreiche Lebensmittel, die Sie meiden sollten:

Fleisch- und Fischwaren, die gepökelt oder gesalzen sind, wie Schinken, Rauchfleisch oder Pökelhering

Wurst und Wurstwaren, sowie Käsesorten mit hohem Natriumgehalt

Fertiggerichte, Konserven und Tütensuppen

Salziges Knabbergebäck und Chips sowie gesalzene Nüsse und Pommes frites

Relevante Fragen zum Thema aus dem Expertenforum

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