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Kardiomyopathie, Herzstolpern

Autor
Datum
zappelphilipp
01.04.2021, 10:32 Uhr

Liebes Expertenteam!

Im Januar wurde bei mir (47 Jahre, weiblich) bei einer Ultraschalluntersuchung eine leicht(-mittelgradig) reduzierte volumenbezogene linksventrikuläre Funktion bei normal großem, nicht hypertrophierten linken Ventil mit globaler Hypokinese festgestellt. EF biplan 47%. ALs Ursache wird eine genetische Disposition vermutet. Kein Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes o.ä.

Den nächsten Termin beim Kardiologen zum weiteren Vorgehen habe ich erst in einigen Wochen. Seit der Diagnosestellung leide ich vermehrt unter Herzstolpern Es tritt inzwischen täglcih auf und beeinträchtigt mich, da es Ängste auslöst. Ich nehme aufgrund einer Angststörung mit Panikattacken Citaolpram. Leider kann ich inzwischen nicht mehr zwischen physischen und psychischen Symptomen unterscheiden. Die Gedanke drehen sich rund um die Uhr um die Diagnose und welche Folgen dies für meine Lebenserwartung und Lebensqualität hat.

Haben Sie einen Rat, wie ich damit umgehen kann?

Herzliche Grüße und vielen Dank für Ihre Mühe vorab!

Dr. med. Peter Zündorf
02.04.2021, 09:05 Uhr

Hallo zappelphilipp,

vielen Dank für Ihre Anfrage.
Sie sind beunruhigt durch die leichtgradige Einschränkung der globalen LV-Funktion Ihres Herzens. Sie ist mit den von Ihnen genannten Parametern sicherlich nicht mittel schwer.
Abgesehen von Extraschlägen und Herzstolpern erwähnen Sie keine kardiale Symptomatik.
Das was Sie über Ihre Behandlung schreiben erscheint mir plausibel.
Beim nächsten Kardiologen-Termin sollte dann noch einmal genau das EKG analysiert werden, ob das Herz mit Citalopram gut zurechtkommt, was vermutlich der Fall ist.
Sprechen Sie dort bitte auch Ihre Ängste an, eventuell kann das Echo noch einmal kontrolliert werden und ein Langzeit-EKG abgeleitet werden.
Wenn die körperliche Belastbarkeit gut ist und tatsächlich keine weitere Symptomatik besteht, sollten Sie nicht alarmiert sein. Wahrscheinlich werden jährliche Verlaufskontrollen empfohlen.
Daneben sollten Sie möglicherweise auch Ihrer Angststörung mehr in den Fokus der Behandlung nehmen. Eventuell begleitende Psychotherapie?

Herzliche Grüße zurück und frohe Ostern!

Dr. Peter Zündorf, Hannover

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